Cebu Philippinen Geschichte Magellan Lapu-Lapu Mactan,Chinesen auf Cebu

Geschichte Cebu Philippinen - Lapu-Lapu - Magellans Tod

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Aus der Geschichte der Philippinen und der Insel Cebu

 

Philippinische Flagge Vorzeit und Früh-Geschichte
Bereits 25 000 v.Chr. war das damals noch mehr zusammenhängende Land von negroiden Volksstämmen besiedelt. Die eigentlichen Vorfahren der Menschen auf den Philippinen bestanden jedoch überwiegend aus danach eingewanderten Polynesiern und Malaien. Aber auch noch viele andere Volksstämme wie Chinesen, Inder, Araber und nicht zuletzt Spanier bereicherten die Vielfalt dieses Volkes. Durch das Ende der Eiszeit vor etwa 10 000 - 12 000 Jahren stieg der Meeresspiegel um ca. 100m an. Dabei entstanden viele neue Inseln.
Es kam immer wieder zu verstärkten Einwanderungswellen verschiedener Volksstämme und allmählich entwickelte sich ein Handel mit den Nachbarländern. Dabei kam es auch zu großen Fortschritten in den handwerklichen Fähigkeiten und in der Landwirtschaft. In die Entwicklungs-Geschichte der Philippinen kam Bewegung.

Chinesen
Ab ca. 600-800 n.Cr. entstanden Handelsbeziehungen mit China. Zu einer ersten chinesischen Niederlassung kam es um ca. 1300. Die Chinesen wurden zu einem wichtigen Faktor in der Philippinischen Geschichte. Heute bilden die Chinesen etwa 2% der Bevölkerung auf den Philippinen und haben einen bedeutenden Einfluß auf die Wirtschaft

Islam
Ab ca. 1300 kam mit Einwanderern aus Borneo auch der Islam auf die Philippinen. Der Islam ist noch heute auf Mindanao und den Sulu-Inseln verbreitet.

 

Ferdinand Magellan
Magellan war Portugiese im Dienste der spanischen Krone und bestimmte entscheidend die weitere Entwicklung und Geschichte der Philippinen. Am 10. August 1519 begann seine Reise in Sevilla. Magellans Flotte bestand aus fünf Schiffen: Die Victoria mit Kapitän Luis de Mendoza und die Santiago mit Giovanni Serrano als Kapitän.
Cebu Philippinen Geschichte Ferdinand: MagellanMagellan nahm am 26 September neue Vorräte auf der Kanareninsel Teneriffa auf und segelte dann über die Kapverdischen Inseln mit Kurs auf Brasilien weiter. Südlich vom Äquator geriet die Flotte in schlechte Windverhältnisse und es ging viel Zeit verloren. Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen Magellan und den spanischen Kapitänen und Magellan ließ den Kapitän Juan de Cartagena der San Antonio festsetzen. Erst am 6. Dezember erreichte die Flotte die südamerikanische Küste. In der Hoffnung, die Durchfahrt ins Südmeerzu finden, tastete sich die Flotte langsam an der Küste weiter in Richtung Süden.
Der Einbruch des Winters nahte schließlich und zwang Magellan vor Anker zu gehen. Die Rationen mußten gekürzt werden, da die Vorräte zur Neige gingen. Durch Krankheiten und Hunger verloren Teile der Besatzung den Mut und verlangten die Umkehr. Angeführt von Elcano und den Kapitänen Quesada und Cartagena kam es zur Meuterei. Während des Gefechtes konnte Magellan die Victoria entern und danach den Aufstand niederschlagen. Die Kapitäne Luis de Mendoza und Gaspare de Quesada wurden hingerichtet. Der Kapitän der San Antonio, Juan de Cartagena, und der Priester Sanchez de Reina wurden an der Küste ausgesetzt.

Die Santiago erlitt am 22.Mai auf einer Erkundungsfahrt Schiffbruch. Nach sieben Monaten Winterquartier setzten am 20. Oktober 1520 die verbliebenen vier Schiffe die Suche nach der Durchfahrt ins Südmeer fort. Es kam zu einer weiteren Meuterei und die Meuterer kehrten mit dem größten Schiff und den meisten Vorräten um und segelten nach Spanien zurück.

 

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Aus der Rezension eines Lesers:

"Man wird von der Dynamik der Schilderung mitgerissen und ist schließlich überrascht, schon am Ende angelangt zu sein."


 

Die Magellanstraße

Die VICTORIA des Seefahres Maggelan

Es verblieben nur drei Schiffe, als schließlich die gesuchte Meerenge, welche heute als Magellanstraße bekannt ist, gefunden wurde und diese konnten den Pazifischen Ozean am 28. November endlich erreichen.
Es sollten jedoch noch mehr als 3 Monate vergehen, in denen sie kein bewohntes Land zu sehen bekamen. Die Vorräte schwanden dahin. Skorbut brach aus und es gab nur noch Reste von mit Würmern und Rattenkot verschmutztem Zwieback. Die Seeleute verzehrten gefangene Ratten und kochten in ihrer Not geschnittenes Leder in Salzwasser und Suppe aus Sägespänen. Viele der Besatzung starben. Am 6. März 1521 erreichten sie endlich bewohnte Inseln. Da die Bewohner versuchten, ein Beiboot zu stehlen, als die Flotte vor einer Insel ankerte, ließ Magellan einige der Bewohner hinrichten und ihre Häuser niederbrennen. Nachdem Vorräte aufgenommen waren, setzte die Flotte ihre Reise fort.

Magellan entdeckt die Philippinen
Im Jahre 1521 erreichte Magellan als erster Europäer die Philippinen und landete mit 3 Schiffen am 16. März auf der Insel Homonhon. Am 7. April 1521 erreichte er die Insel Cebu. Cebu war Ausgangspunkt für die Wende in der Geschichte der Philippinen und den Beginn der Christianisierung in Süd-Ost-Asien. Es gelang Magellan, den dortigen Herrscher Radscha Humabon, seine Familie und Hunderte seiner Untertanen zum christlichen Glauben zu bekehren und zu taufen.
Mit etwa 50 - 60 Soldaten wollte Magellan am 27. April 1521 die Besitzansprüche der Spanier auf Mactan geltend machen. Es kam jedoch zu einem unerbittlichen Kampf.

 

Lapu-Lapu Häuptling von Mactan
Von Cebu zum Kampf auf Mactan Die spanischen Eroberer wurden beim Versuch, an Land zu gehen, bereits von Lapu-Lapu mit einer zahlenmäßigen Übermacht angegriffen. Noch bis zu den Knien im seichten Wasser stehend, wurden sie mit einem Hagel von Pfeilen und Speeren empfangen.
Die spanischen Soldaten waren mit Brustpanzern und Helmen ausgerüstet. Lapu Lapu und seine Kämpfer richteten deshalb ihre Pfeile und Lanzen auf die ungeschützten Beine der Spanier. Im Nahkampf Mann gegen Mann, der sich im seichten Wasser entwickelte, waren die Filipinos beweglicher und schneller als die Spanier mit ihren schweren Rüstungen und Waffen.


Magellans Tod

Geschichte der Philippinen und der Insel Cebu: Lapu-Lapu, philippinischer Nationalheld, Denkmal auf Mactan

Magellan wurde von einem Pfeil am Bein und einer Lanze am Kopf getroffen und soll dann vom Häuptling Lapu-Lapu mit dem Kampilan, einem besonderen philippinischen Schwert, geköpft worden sein.
Etlichen Spaniern gelang die Flucht, viele wurden getötet. Dieser Sieg des Häuptlings Lapu-Lapu über die Spanier ging in die Geschichte ein und wohl jeder Filipino weiß heute mit Stolz über diese Episode in der wechselhaften Geschichte der Philippinen zu berichten.
Nachdem sich nun das Kräfteverhältnis verschoben hatte, änderte sich auch die Haltung von Radscha Humabon, der sich inzwischen zum König von Cebu ernannt hatte. Er sagte sich vom Christentum wieder los und bekämpfte die geschwächten Spanier ebenfalls. Dabei wurden weitere 35 spanische Seeleute getötet. Man kann auch vermuten, dass sich die Kontrahenten Humabon und Lapu-Lapu in diesem Kampf vielleicht doch verständigt und Magellan in eine Falle gelockt haben, denn es ist kaum vorstellbar, dass es Humabon nicht bekannt war, dass Lapu-Lapu auf der nahegelegenen Insel Mactan 1500 kampfbereite Krieger hatte.
Die restlichen Spanier konnten entkommen und flüchteten zunächst nach Borneo. Lediglich eines der ursprünglich fünf ausgelaufenen Schiffe kehrte am 6. September 1522 zum spanischen Ausgangshafen zurück und nur noch 18 der ehemals 256 Männer konnten an Land gehen. Da es ihnen gelungen war, eine große Menge Gewürze von den Molukken heimzubringen, war es möglich, das Unternehmen trotz des Verlustes von 4 Schiffen mit einem guten Gewinn zum Abschluß zu bringen. Damit war die erste Weltumseglung nach über 2 Jahren und 11 Monaten vollbracht und Magellans Reise wurde auch zum Meilenstein in der Geschichte der Seefahrt..

 

Lapu Lapu wird Volksheld der Philippinen
Lapu-Lapu wurde zum verehrten Volkshelden der Philippinen. Der heldenhafte Kampf der Filipinos hatte ihnen immerhin für über 40 folgende Jahre Frieden und Freiheit gebracht. Lapu-Lapu verstarb im Jahre 1564 im Alter von 80 Jahren.

Entstehung des Namens 'Philippinen'

König Philipp II von Spanien In den nächsten Jahren scheiterten drei weitere Eroberungsversuche der Spanier. Darunter war 1543 auch ein spanischer Entdecker mit Namen Rui López de Villalobos, der im Auftrag von Antonio de Mendoza, dem ersten Vizekönig von Neuspanien (Mexico), auf der Suche nach den Gewürzinseln über den Pazifik segelte.
Er erreichte mit seiner Flotte zunächst Luzon und bald darauf die Inseln Samar und Leyte. Rui López de Villalobos war es, der die Inselgruppe zu Ehren von Prinz Philip, dem späteren König Philip II, "Filipinas" nannte. Daraus wurde später der Name Philippinen. Doch auch seine Expedition blieb erfolglos, die Eingeborenen leisteten erbitterten Widerstand und de Villalobos wurde gezwungen, das Land zu verlassen.

 

Eroberung durch die Spanier
Im Jahre 1565 gelang es den Spaniern unter General Lopez de Legazpi mit einer starken Streitmacht die Inseln der Visayas und Luzon zu erobern. Im Jahre 1571 wurde Manila erobert. Von 1565 bis 1571 galt Cebu als Hauptstadt der Kolonie. Es gab keine zentrale Macht auf den Philippinen. Die Bildung einer größeren Einheit wurde durch die geographische Lage mit vielen Inseln und die Vielzahl der Sprachen erschwert. Die Menschen lebten in kleinen Dorfgemeionschaften, den Barangays, welche auch heute noch die kleinste Verwaltungseinheit bilden. Dies kam den spanischen Eroberern sehr entgegen, es war leicht, eine Provinz nach der anderen zu unterwerfen. Fast die gesamte einheimische Bevölkerung wurde von spanischen Missionaren zum christlichen Glauben bekehrt.

Moslems
Die Moslems, von den Spaniern 'Moros' genannt, in südlichen Landesteilen von Mindanao und den Sulu-Inseln konnten von ihnen jedoch weder bekehrt noch jemals beherrscht werden. Es kam immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen.

Besatzung, Aufstände
Es wurde das Recht auf Landbesitz eingeführt und damit alle Ländereien unter den Eroberern aufgeteilt. Die einheimischen Bauern wurden mit Pachtzins, Zwangsabgaben und Frohndiensten ausgebeutet. Es wurden Verwaltungsbezirke, Encomiendas, gegründet und diese an priveligierten Spaniern, den Encomenderos, vergeben. Diese schufen sich große Anwesen und kamen schnell zu Reichtum und Macht, indem sie die Einheimischen als Tagelöhner, Zwangsarbeiter und Sklaven erbarmungslos ausbeuteten. Die Filipinos haben sich nie mit der Unterdrückung durch die Spanier abgefunden. In den nächsten Jahrhunderten kam zu unzähligen blutigen Aufständen. Die Geschichte der Philippinen wurde für fast vierhundert Jahre zu einer Geschichte der Kolonialisierung und Ausbeutung der Philippinen durch die Spanier.

 


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